Inhaltsverzeichnis
- Reihenfolge: von oben nach unten, von trocken nach nass
- Geräte: Maschinen dort, wo Handarbeit nicht ausreicht
- Reinigungsmittel: weniger, aber das richtige
- Umfang: auch die verborgenen Stellen
- Kontrolle: nach Checkliste, nicht nach Augenmaß
- Was gelingt gut in Eigenregie?
- Wann lohnt es sich, Fachleute zu beauftragen?
Die Grundreinigung ist in den meisten Haushalten ein langes Wochenende: ausgeräumte Schränke, eine Leiter mitten im Wohnzimmer, ein Eimer in der Badezimmertür und am Sonntagabend das Gefühl, dass alles sauber ist. Zwei Wochen später liegt dann wieder Staub oben auf den Regalen, die Fugen im Bad sind nicht heller geworden, und an der Backofentür ist der braune Streifen geblieben. Das liegt selten an mangelndem Fleiß. Viel eher an der Reihenfolge, am Werkzeug, am Reinigungsmittel und daran, dass am Ende niemand anhand einer Liste prüft, was erledigt ist.
Im Folgenden zeigen wir, worin sich eine Grundreinigung in Eigenregie von einer fachgerechten unterscheidet, was sich gut selbst erledigen lässt und wann es sich lohnt, die Arbeit Fachleuten zu überlassen.
Die Grundreinigung keine gründlichere Reinigung, sondern eine andere Arbeit: andere Geräte, andere Mittel, ein anderer Rhythmus.
Reihenfolge: von oben nach unten, von trocken nach nass
Eine fachgerechte Grundreinigung beginnt an den höchsten Stellen und endet am Boden. Was von oben herabfällt, wird ganz zum Schluss mit dem Boden entfernt. Zu Hause läuft es meist umgekehrt: Zuerst kommen die sichtbaren Flächen an die Reihe, zuletzt die hohen Stellen – so landet der herabfallende Staub auf den bereits gereinigten Möbeln und dem gewischten Boden, und ein Teil der Arbeit wird doppelt erledigt.
- Hoch gelegene Stellen: Lampen, das Außengerät der Klimaanlage, Regaloberseiten, der obere Wandbereich.
- Möbel und Schränke von außen, auf Wunsch auch geleerte Schränke von innen.
- Fenster: Glas, Rahmen, Fensterbank und Rollladen.
- Tiefenreinigung von Küche und Bad; während Fettlöser oder Entkalker einwirken, arbeitet das Team an anderen Flächen.
- Türen und Kontaktflächen: Türblätter, Zargen, Türgriffe, Schalter, Heizkörper.
- Der Boden zuletzt, auch unter und hinter den Möbeln, mit einer zum Bodenbelag passenden Behandlung.
Geräte: Maschinen dort, wo Handarbeit nicht ausreicht
Eingebranntes Fett im Backofen, Kalk an der Armatur und Schmutz in den Fugen sind keine Frage der Kraft. Wer es schon einmal mit einem Drahtschwamm versucht hat, weiß: Die Oberfläche ist eher zerkratzt als sauber. Mit maschinellen Geräten und einem materialgerechten Mittel lässt sich dieselbe Fläche schneller und schonender reinigen.
Dampf und Maschinenbürste
Für Kalk und Fugen setzen wir Dampfreiniger ein, mit materialgerechten Mitteln. Der Dampf dringt auch in die Poren der Fugen ein, wohin der Schwamm nicht gelangt, und benötigt weniger Chemie als Schrubben von Hand.
Staubsauger mit HEPA-Filter
Manche Haushaltsstaubsauger blasen einen Teil des Feinstaubs zurück in die Luft, der sich dann wieder auf die frisch gewischten Flächen legt. Ein Gerät mit HEPA-Filter gibt den gerade aufgenommenen Staub nicht wieder an die Luft ab. So ist der Staub am Ende der Grundreinigung tatsächlich weg und nicht nur verlagert.
Polster und Matratzen
Schmutz, der sich zwischen den Fasern von Sofa und Matratze festgesetzt hat, bekommt man mit dem Staubsauger nicht heraus. Dafür ist eine maschinelle Tiefenreinigung nötig, die wir als separate Position beim selben Termin durchführen. Welche Flecken Sie zu Hause behandeln können und welche nicht, haben wir in der Fleckenkarte zusammengestellt.
Reinigungsmittel: weniger, aber das richtige
Im Haushalt kommt oft ein einziges Universalmittel für alles zum Einsatz, oder ein zu starkes Mittel dort, wo es nicht nötig wäre. Marmor, Holz, Edelstahl und Silikon brauchen jeweils eigene Produkte, und die falsche Wahl ist nicht nur wirkungslos: Sie kann die Oberfläche dauerhaft beschädigen. Das häufigste Beispiel sind Essig und Zitronensäure: Sie lösen Kalk zuverlässig, ätzen Marmor jedoch matt.
| Oberfläche | Wofür es gedacht ist | Häufiger Fehler zu Hause |
|---|---|---|
| Marmor, Kalkstein, Travertin | Neutrales, für Stein geeignetes Reinigungsmittel | Essig, Zitrone oder saurer Entkalker: matter, bleibender Fleck |
| Lackiertes oder geöltes Holz | Wenig Wasser, holzgeeignetes Mittel | Klatschnass gewischt: Das Holz quillt auf, der Lack löst sich |
| Edelstahl | Schonendes Mittel, in Faserrichtung gewischt | Scheuerpulver, Stahlwolle: bleibende Kratzer |
| Silikon im Bad | Schonendes Mittel, weiche Bürste | Kräftiges Schrubben; ist der Schimmel ins Material eingedrungen, verschwindet er durch Reinigung nicht mehr |
Umfang: auch die verborgenen Stellen
Eine fachgerechte Grundreinigung umfasst Punkt für Punkt auch die Stellen, die bei der wöchentlichen Reinigung regelmäßig ausgelassen werden: den Bereich hinter Kühlschrank und Herd, den Filter der Dunstabzugshaube, die Oberseiten der Schränke, die Heizkörperrippen, die Fensterrahmen. Zu Hause bleiben sie liegen, weil sie nicht sichtbar sind und man für jede davon etwas verrücken muss. Eine Liste dieser Stellen nach Räumen in einem eigenen Artikel zusammengestellt.
Kontrolle: nach Checkliste, nicht nach Augenmaß
Der größte Unterschied zeigt sich vielleicht am Ende der Arbeit. Nach einem langen Tag sieht das müde Auge die Wohnung als Ganzes – und hält sie für sauber. Wir arbeiten mit einer Checkliste für jeden Raum und dokumentieren das Ergebnis bei der Übergabe mit Fotos. So lautet die Frage bei der Übergabe nicht, ob die Wohnung sauber wirkt, sondern ob jeder Punkt erledigt ist. Ist etwas nicht wie vereinbart ausgeführt, bessern wir es bei einer Reklamation kostenlos nach.
Eine fachgerechte Grundreinigung ist eine andere Arbeit als die wöchentliche Reinigung: mit anderen Geräten, in anderer Reihenfolge und am Ende geprüft.
Was gelingt gut in Eigenregie?
Nicht jede Aufgabe bei der Grundreinigung braucht Fachleute. Was vor allem Entscheiden und Aufräumen ist, erledigt niemand besser als die Menschen, die in der Wohnung leben.
- Ausräumen der Schränke, Aussortieren und Ordnen der Sachen
- das Waschen von Vorhängen, Tagesdecken und Kissenbezügen
- gut erreichbare Innenfenster, sofern auch Rahmen und Fensterbank gereinigt werden
- die täglich genutzten Flächen zwischen zwei Grundreinigungen in Ordnung halten
Wo dagegen Leiter, Maschine oder Spezialmittel nötig sind, kostet die Eigenleistung in der Regel mehr Zeit und birgt ein höheres Risiko: hoch gelegene Stellen, Kalk auf Steinbelägen, Fett in Backofen und Dunstabzug, Polster und Matratzen.
Wann lohnt es sich, Fachleute zu beauftragen?
- wenn die Wohnung oder das Büro längere Zeit nur laufend gepflegt wurde
- wenn ein Umzug, ein Feiertag oder der Saisonstart bevorsteht
- wenn Fugen, Küchengeräte und hoch gelegene Stellen sichtbar vernachlässigt sind
- wenn es in der Wohnung empfindliche Beläge wie Marmor oder geöltes Holz gibt
Wie dieselbe Ordnung in größerem Maßstab funktioniert – bei der zweimal jährlichen Grundreinigung eines ganzen Hotels und von mehr als 100 Apartments –, zeigt die Fallstudie aus Siófok . Bei einem Zuhause ist die Frage kleiner, aber dieselbe: Nach der Besichtigung sagen wir Ihnen, welche Leistungen nötig sind und welche nicht – so enthält das Angebot nur, was tatsächlich aussteht.
